Veggie Selbsttest

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Oh man oh man -,-
Da hab ich mir wieder was eingebrockt. Ich bin ja schon ein kleiner Gesundheitsjuppie aber jetzt habe ich zum finalen Schlag ausgeholt. Ich dachte mir eine Woche vegan ernähren wäre doch mal was, interessant für Leser, interessant für mich selbst und generell interessant für alle die, die mich leiden sehen wollen.

Generell esse ich selten Fleisch und wenn überhaupt “ weißes Fleisch “ wie Fisch und Geflügel. Also wäre Vegetarismus zu einfach gewesen. Für diejenigen unter euch die mit veganer Ernährung als solches nichts anfangen können – kein Fleisch, keine Eier, keine Molkereiprodukte, kein Honig und generell KEINE tierischen Produkte in jeder Form. Aus Spaß habe ich dann gleich mal meinen Freund gefragt, ein wahrer Verfechter der Gemüse- und Nährstofflosen Tiefkühlpizza Fraktion, wie denn mit einer gemeinsamer Woche Veggiestyle aussähe. Ich lobte mich innerlich schon himmelhoch weil ich seine Antwort kannte. Ich kannte sie nicht. Er macht die Woche mit.

Übrigens schreibt er mittlerweile auch an seinem eigenen Blog. Ihr findet ihn unter Philipp’s Blog – ich werde euch auf meinen täglichen Veggieresumés seine Seite mit zugehöriger Tagesbilanz posten.

Für mein Experiment habe ich mich gleich mal auf der Peta Homepage breit gemacht und mir die hauseigene Tabelle der vegan akzeptablen Lebensmittel durchgeguckt. Auf den ersten Blick ziemlich lang die Liste, auf den zweiten verdammt harte Kost. Ich bin gespannt wie meine Woche ohne meinen geliebten Quark und Kinderschokolade aussieht :(

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Erkenntnis No.1

Vegane Ernährung kann verdammt teuer sein ! Ein Stück Tofu 2,50€ , ein 500gramm Becher Sojajoghurt 1,89€, ein Liter Sojamilch 1,99€ , ein Veganes Schnitzel 2,99 € !!!! Von milchfreier Schokolade und gelatineloser Gummibärchen ganz zu schweigen …

Erkenntniss No.2

Sojajoghurt (Alpro Soya Vanille) schmeckt echt lecker aber ein bisschen wie Zahnstocher …

Erkenntnis No. 3

Ein veganer Einkauf dauert gerne mal dreimal länger als geplant und vom ganzen Zutatenliste lesen kriegt man derbe Kopfweh. Milchpulver, Magermilchpulver, Bienenwachs, Gelatine … Kaum zu glauben wo das alles drinsteckt !?!?! Kleines Beispiel : Crunchips gesalzen sind vegan – die it Paprika nicht :(

Erkenntnis No.4

Kochen ohne Käse, Sahne, Speck, Fleischbrühe, Eier und generell Milchprodukten wird ne herausforderung. Es gibt zwar manchen veganen Ersatz, nur sind diese meist ziemlich teuer siehe Punkt eins …

Erkenntnis No. 5

Wahre hardcore Veganer verzichten nicht nur beim Essen, sondern meiden Leder, bestimmte Kosmetik und generell Firmen die in irgendeinerweise dem Fleischkonsum und Tierversuchen beipflichten – und das sind nicht wenige !

Erkenntnis No. 6

Fast jede Bitterschokolade ist vegan. Hätt ich nicht gedacht. Bei den dunklen Sorten verzichtet man auf Milch da der Anteil von der Kakaobutter (angeblich) im Vordergrund steht. Leider befinden sich trotzdem in etlichen Sorten Magermilchpulver oder Bienenwachs. Vegane Sorten wären z.B Ritter Sport Marzipan und Pfefferminz – yam -,-‚

Erkenntnis No. 7

Auch bei vielen Discountern gibts vegane Lebensmittel. Wer ein bisschen im Netz sucht findet diverse Listen. Z.B sind Moams nicht vegan – Mamba schon. Auch bei den Sorten der Anbieter sollte man genau hinschauen. Zum Beispiel sind etliche Haribo Varianten mit tierischer Gelatine angemacht, Colaflaschen und saure Gurken derselben Marke aber nicht.

No. 8

Als “ Ökozeugs “ verteufelte Lebensmittel wie Hirse, Leinsamen, Couscous, Amaranth, Quinoa und Dinkel schmecken mir seither sehr gut und sind zu unrecht beschuldigt zwar gesund aber eben ungenießbar zu sein. Couscous gibts bei mir mindestens einmal die Woche und alles mit Dinkel z.B Nudeln oder Brot hält länger satt und verdaut sich besser.

No. 9

Dieser Selbsttest eignet nich hervorragend um meinen ständigen Magengegrummel auf den Grund zu gehen. Ich esse wirklich gerne Joghurt, Milch, Kakao, Quark und Co. nur leider ist mir oft schlecht danach. Zwar bin ich kein potenzieller Lactoseintoleranter, nur find ichs interessant zu testen ob ich mein Befinden vielleicht bessere/ändere indem mein kompletter Ernährungsplan umgestellt wird.

No. 10

Es wäre einfach herrlich Philipp beim Leiden zuzusehen und gleich jede kleine Sünde mit Hohn zu bestrafen. Zu seinem Nachteil hat der Gute noch kaum recherchiert und will es ohne Sojaprodukte schaffen. Zieh dich warm an mein Liebster 8 )

PS: Ich selbst finde Vegetarismus/Veganismus ne ganz nette Sache, aber ehrlich gesagt für mich bisschen überflüssig. Ich esse vielleicht wenns hoch kommt 1-2 mal die Woche Fleisch und Eier kommen bei uns immer aus der Bioecke. Find diese Tierliebe und den Gedanken die Industrie und den globalen Handel zu beeinflussen zwar ansatzweise sinnvoll, nur wird sich diese Art des Lebensstils nie rentieren. Der Großteil der Menschheit wird Fleisch essen und Tierprodukte in Anspruch nehmen und auch wenn immer mehr Menschen zum Vegetarismus „konvertieren“ wird das kaum etwas ändern – zumindest meiner Ansicht nach. Ich denke jemand der bewusst einkauft, den Fleischkonsum drosselt und ein paar Bioprodukte einbaut brauch sich nichts vorzuwerfen.
Mit diesen „Hardcore“ Weltrettern kann ich mich kaum anfreunden. Ich respektiere und schätze Menschen die bewusst ihren Konsum überdenken und umsetzen – nur will ich als Ottonormalverbraucher nicht als Mörder oder industriegeiles Luder dargestellt werden wenn ich mal genüsslich einen komplett unkorrekten Burger zwischen den Kiemen habe. Ich denke nicht der Verzicht ist das Wahre – sondern die Menge und die Qualität.

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